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Vier Kinder spielen auf einer Wiese mit einem Seil

Ferienlager: Zum ersten Mal ohne Eltern verreisen

Klar ist der Urlaub mit der gesamten Familie immer noch am schönsten. Ab dem Grundschulalter könnt ihr euer Kind aber auch mal ohne eure Anwesenheit in die große weite Welt schicken. Natürlich nicht allein, sondern mit einer Ferienlagergruppe. Lest hier, was ihr vor der Buchung beachten solltet und welche Vorteile ein Ferienlager beziehungsweise eine Gruppenreise mit Kindern hat.

Je jünger euer Nachwuchs während seines ersten Ferienlagers ist, desto aufregender ist es natürlich für ihn und für euch. Das muss euch dennoch nicht davon abhalten, euer Kind loszulassen. Wie verraten euch, wie ihr euch gemeinsam vorbereiten könnt und wieso das Ferienlager eine wertvolle Erfahrung sein kann.

Bereit für den ersten Urlaub ohne Eltern?

Natürlich solltet ihr euer Kind niemals zwingen, allein zu verreisen. Ihr kennt es und wisst am besten, ob es die Trennung von euch gut verkraftet oder ob es lieber bei euch bleiben möchte. Entscheidet gemeinsam, ob beziehungsweise wann die Zeit reif ist und lasst euer Kind mitentscheiden, in welches Ferienlager es gehen soll. Erkundigt euch, ob vom Reiseveranstalter vor dem Ferienlager Treffen angeboten werden, bei denen sich die Kids kennenlernen können. Auch könnte euer Kind gemeinsam mit den besten Freund*innen ins Ferienlager fahren. So eine Jugendfreizeit kann dann noch enger zusammenschweißen und ihr mindert das Risiko, dass es zu dolles Heimweh bekommt. Zudem ist es natürlich sinnvoll, wenn euer Nachwuchs vorher häufiger bei Freunden, den Großeltern oder anderen Verwandten oder Bekannten übernachtet.

Familie sitzt auf dem Sofa

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Alle Maßnahmen im Überblick

Heimweh und jetzt?

Auch wenn ihr euer Kind noch so gut vorbereitet habt: Gerade der erste Urlaub ohne Eltern kann für großes Heimweh sorgen. Dann ist es wichtig, dass ihr erreichbar seid und Verständnis habt. Vielleicht hilft es eurem Kind dann bereits, wenn ihr morgens und/oder abends ein kurzes Telefonat haltet. So hat es die Möglichkeit, sich auszutauschen und kann hoffentlich mit einem positiven Gefühl in den Tag starten beziehungsweise die Nachtruhe einläuten. Allerdings kann der regelmäßige Kontakt auch das Heimweh verstärken. Da heißt es, individuell passend zu reagieren. Auch das Lieblingskuscheltier oder Rituale, wie etwa eine heiße Milch am Abend oder ähnliche Dinge können eurem Kind helfen, das Heimweh zu besiegen. 

Sprecht vor der Abreise auf jeden Fall mit den Gruppenleiter*innen ab, wie sie euer Kind und euch dabei unterstützen könnten. Wisst ihr bereits vor der Abreise, dass euer Kind unter starkem Heimweh leiden wird, könnt ihr außerdem einen Notfallplan vereinbaren. Geht es ihm nämlich jeden Tag schlecht, kann es im Einzelfall besser sein, wenn ihr es nach der Hälfte der Ferienzeit besucht oder – sofern es die Zeit ohne euch gar nicht mehr aushält – wieder mit nach Hause nehmt und den Urlaub vorzeitig abbrecht. Das ist in der Regel natürlich nur möglich, solange das Ferienlager nicht zu weit von eurem Wohnort entfernt ist.

Vorteile eines Ferienlagers

Ferienlager, wenn Familienurlaub nicht möglich ist

Gewiss kann und soll ein Ferienlager gerade bei jüngeren Kindern den Urlaub mit Eltern und Geschwistern nicht ersetzen. Manchmal ist es allerdings schwierig, gemeinsam wegzufahren. Mal, weil das Geld für eine Reise mit der ganzen Familie fehlt, ihr arbeiten müsst oder weil ihr aus anderen Gründen keine Zeit habt. Möglicherweise ist dann das Ferienlager die einzige Chance, eurem Kind einen Urlaub zu ermöglichen.

Regeneration für Kind und Eltern

Ihr habt gerade eine sehr stressige Zeit und es herrscht häufiger Streit? Dann kann es für euer Kind auch mal erholsam sein, für ein paar Tage nicht von euch ermahnt zu werden und euren Stress mitzubekommen. Ihr könnt euch in dieser Zeit ebenfalls erholen und neue Kraft sammeln, um dann wieder voll für euer Kind da sein zu können.

Neue Regeln

Ein weiterer Vorteil eines Ferienlagers ist, dass euer Kind lernt, sich an die Regeln der Teamleiter*innen zu halten. Es lernt also früh, dass nicht nur Eltern für Orientierung sorgen, sondern dass es sich ebenfalls an fremde Abmachungen halten muss. Der Umgang mit Taschengeld sowie fernseh-und computerfreie Zeiten werden außerdem geübt.

Sozialleben und Selbstwirksamkeit

Speziell dann, wenn euer Kind ohne Freunde oder Bekannte verreist, ist es darauf angewiesen, schnell mit fremden Kindern in Kontakt zu treten. Das fördert seine Kommunikation und das Selbstbewusstsein. Zudem lernen Kinder dadurch, sich gegenseitig zu unterstützen. Ein weiterer Vorteil ist, dass eure Kids beim Kochen, Tischdecken, Bettenmachen und Co. helfen müssen. Mahlzeiten werden immer mit der gesamten Gruppe eingenommen, wodurch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt wird. 

Auch in puncto Aktivitäten kann ein Urlaub mit den Eltern ein Ferienlager nur schwer toppen. In der Regel sind Kinder während einer Jugendfreizeit unentwegt an der frischen Luft, spielen gemeinsam, fahren Fahrrad, gehen schwimmen und am Abend warten häufig tolle Aktionen wie Lagerfeuer, Schnitzeljagd, Nachtwanderungen, Kinderdisko, gemeinsames Musizieren, Stockbrot grillen und vieles mehr auf sie.

Neben einem klassischen Ferienlager gibt es außerdem spezielle Ferienfreizeiten, bei denen Spiel, Spaß und Selbstwirksamkeit im Fokus stehen. Dort lernen Kinder spielerisch an sich zu glauben, ihren Stärken zu vertrauen, ihre Schwächen zu akzeptieren und ihre Träume zu verfolgen.

Zusammengefasst sammeln sie also viele neue Eindrücke und werden empowert. Macht es euch in den ersten Tagen nach dem Ferienlager also auf jeden Fall mit eurem Schatz gemütlich und lauscht gespannt seinen Erzählungen. 

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