Heilmittel

    Heilmittel helfen Ihnen, schneller wieder auf die Beine zu kommen. Dabei unterstützen wir Sie gern, indem wir die vertraglich festgelegten Kosten bei ärztlich verschriebenen Heilmitteln übernehmen. Sie zahlen die gesetzlichen Zuzahlungen.

    Mit Heilmitteln gezielt unterstützen

    Zu Heilmitteln zählen Behandlungsmethoden wie:

    • physiotherapeutische Behandlung (Krankengymnastik)
    • Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie (Logopädie)
    • Bewegungs- und Beschäftigungstherapie (Ergotherapie)
    • Fußpflege – podologische Behandlung

    Podologische Behandlung bei Diabetes mellitus

    Diabetes mellitus kann krankhafte Veränderungen am Fuß (diabetisches Fußsyndrom) hervorrufen. Diese müssen vom Podologen behandelt werden, damit keine dauerhaften Schäden wie Entzündungen und Wundheilungsstörungen entstehen. Die BIG beteiligt sich an den Kosten für die podologische Behandlung bei einem kassenzugelassenen Podologen.

    Das macht der Podologe während der Behandlung:

    • krankhafte Hornhautverdickungen entfernen
    • krankhaft verdickte Zehennägel schneiden, schleifen und fräsen
    • Zehennägel mit Tendenz zum Einwachsen behandeln
    • die eigenständige Fuß-, Haut- und Nagelpflege erklären

    Therapie kann direkt starten – so funktioniert's:

    Besonderheit langfristige Heilmittel-Behandlung

    Bei bestimmten Krankheiten fällt seit 2017 das Genehmigungsverfahren weg. Sie können also auch bei einer langfristigen Behandlung direkt zu Ihrem Therapeuten gehen, ohne uns das Rezept zur Genehmigung vorzulegen.

    Bitte sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt.

    Fragen zum Thema

    Wie lange werden Heilmittelbehandlungen verschrieben?

    • Je nach Behandlungsmethode sind es pro Rezept 6 bis 10 Behandlungseinheiten. Wird das Therapieziel nicht erreicht, kann der Arzt nach der Erstverordnung eine Folgeverordnung ausstellen. Die Anzahl der verordneten Einheiten ist im Heilmittelkatalog festgelegt. Sie hängt von der Art und Schwere der Erkrankung sowie von der gewählten Behandlung ab.
    • Ist die Behandlung nach der möglichen Gesamtverordnungsmenge nicht abgeschlossen, kann der Arzt weitere Verordnungen („außerhalb des Regelfalls“) ausstellen. Er muss dazu lediglich eine entsprechende Begründung mit prognostischer Einschätzung abgeben.

    Genehmigung durch die BIG

    Sie können mit Ihrem Rezept direkt zu einem zugelassenen Therapeuten Ihrer Wahl gehen. Die BIG muss die Behandlung vorher nicht genehmigen.

    Wann soll ich mit der Heilmittelbehandlung beginnen?

    In der Regel finden Sie auf dem Rezept ein Datum für die Frist des Behandlungsbeginns. Wenn kein Datum angegeben ist, sollte die physikalische Therapie innerhalb von 14 Tagen nach Ihrem Arztbesuch starten.

    Zahlt die BIG podologische Komplexbehandlungen?

    Wenn Sie Diabetes mellitus und dadurch krankhafte Schädigungen am Fuß (Neuropathie – Empfindungsstörungen – und / oder Angiopathie – Durchblutungsstörungen) haben, zahlt die BIG eine podologische Behandlung.

    Was sind langfristige Heilmittelbehandlungen?

    Langfristige Heilmittelbehandlungen kann der Arzt für einen unbefristeten laufend Zeitraum verordnen. Dafür stellt er alle 12 Wochen bei einem Termin sicher, dass die Therapie den angestrebten Behandlungserfolg bringt.

    Bei vielen Diagnosen muss eine langfristige Behandlung nicht extra durch die BIG genehmigt werden. Diese Diagnosen finden Sie in der folgenden Liste: 

    Wenn Ihr Arzt Ihnen eine langfristige Behandlung bei einer anderen Diagnose verschreibt („Heilmittelverordnung außerhalb des Regelfalls als Langzeitverordnung“), muss die BIG die Heilmittelverordnung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) prüfen lassen.

    Welche Heilmittel werden nicht bezahlt?

    • Hippotherapie; Isokinetische Muskelrehabilitation; Höhlentherapie; Musik- und Tanztherapie; Magnetfeldtherapie ohne Verwendung implantierter Spulen (Magnetfeldgeräte zur Anwendung bei der invasiven Elektroosteostimulation unterliegen den Regelungen über die Verordnung von Hilfsmitteln.); Fußreflexzonenmassage; Akupunkturmassage; Atlas-Therapie nach Arlen; Mototherapie; Zilgrei-Methode; Atemtherapie nach Middendorf; Konduktive Förderung nach Petö
    • Entwicklungsbedingte Sprechunflüssigkeit im Kindesalter; Stimmtherapie bei nicht krankhaftem Verlauf des Stimmbruchs; alle psychotherapeutischen Behandlungsformen, die Regelungsgegenstand der Psychotherapie-Richtlinie sind; Störungen wie Lese- und Rechtschreibschwäche; sonstige isolierte Lernstörungen
    • Massage des ganzen Körpers (Ganz- bzw. Vollmassagen); Massage mittels Gerät/Unterwassermassage durch automatische Düsen; Teil- und Wannenbäder, soweit sie nicht nach den Vorgaben des Heilmittelkataloges verordnungsfähig sind; Sauna, römisch-irische und russisch-römische Bäder; Schwimmen und Baden, auch in Thermal- und Warmwasserbädern; Maßnahmen, die der Veränderung der Körperform (z. B. Bodybuilding) oder dem Fitness-Training dienen; Maßnahmen, die ausschließlich der Anreizung, Verstärkung und Befriedigung des Sexualtriebs dienen sollen
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