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Gleich mal vorweg: Es geht bei Dankbarkeit nicht darum, Probleme kleinzureden oder zu verdrängen, sondern den Blick bewusster auf das zu richten, was gut ist. Dankbarkeit schafft eine Perspektive und genau das macht sie zu einem wertvollen Baustein für eure Gesundheit.
Dankbarkeit meint, dass wir Dinge in unserem Leben sehen und positiv wahrnehmen. Das können sehr wichtige Dinge wie unsere Liebsten, unser Lebensumfeld oder unsere gesundheitliche Situation sein, aber auch kleine Dinge, die wir mögen, die uns wichtig sind und die uns unser Leben schöner machen.
Warum Dankbarkeit so gesund ist
Dankbarkeit ist seit vielen Jahren Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Eine der bekanntesten Studien stammt von Emmons & McCullough: Personen, die regelmäßig festhielten, wofür sie dankbar sind, berichteten von höherer Lebenszufriedenheit, weniger Stress und einem besseren allgemeinen Wohlbefinden.¹
Diese Ergebnisse wurden durch neuere Forschungen bestätigt: So kommt eine systematische Übersicht zu dem Schluss, dass Dankbarkeitsübungen nicht nur das subjektive Wohlbefinden steigern, sondern auch die Stressverarbeitung verbessern und sich positiv auf Schlafqualität und Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken können.²
Was Dankbarkeit im Körper auslöst
Aktivierung des parasympathischen/entspannenden Nervensystems
Dankbarkeit stimuliert das parasympathische Nervensystem – jenen Teil, der für Entspannung, Regeneration und Beruhigung zuständig ist. Herzfrequenz und Atmung regulieren sich und Stresshormone sinken messbar.
Besserer Schlaf
Menschen, die abends bewusst positive Momente reflektieren, schlafen häufig schneller ein und berichten von einer ruhigeren Nacht. Besonders Anfang des Jahres und nach den oft aufwühlenden Festtagen, kann dieses Ritual helfen, wieder in einen gesunden Schlafrhythmus zu finden, anstatt sich mit Schlafstörungen und Schlafmangel herumzuquälen.

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Herz-Kreislauf-Regulation
Dankbarkeit kann die Reaktion eures Körpers auf Stress stabilisieren, Blutdruckspitzen abmildern und entzündungshemmende Prozesse unterstützen. All das trägt langfristig zu einem stabileren Herz-Kreislauf-System bei. Dabei soll übrigens auch das Heilkraut Weißdorn helfen.
Emotionale Widerstandskraft
Dankbarkeit schärft den Blick auf Ressourcen: Was hat heute funktioniert? Welche Stärke habe ich gezeigt? Wer hat mich unterstützt?
Diese Haltung macht widerstandsfähiger gegenüber Belastungen – stärkt also unsere Resilienz.
So stärkt Dankbarkeit eure sozialen Beziehungen
Dankbarkeit wirkt nicht nur nach innen, sondern auch in eure Beziehungen hinein. Wer Wertschätzung zeigt oder ausdrückt, baut Vertrauen auf und fördert emotionale Verbundenheit. Studien zeigen: Menschen, die regelmäßig Dankbarkeit praktizieren, erleben mehr Unterstützung im Alltag und treffen häufiger gesundheitsbewusste Entscheidungen³. Gerade im familiären oder beruflichen Umfeld kann Dankbarkeit dabei helfen, Stress zu reduzieren, Konflikte zu entschärfen – hierbei unterstützt euch auch die Giraffensprache – und positive Interaktionen zu fördern.
Quellen
- ¹Emmons & McCullough:APA PsycNet
- ²Boggiss:PubMed
- ³Hill, Allemand & Roberts:ScienceDirect
Was Dankbarkeit nicht heißt
Kein Ersatz für negative Emotionen und Bedürfnisse
Trotz ihrer positiven Wirkung sollte Dankbarkeit keinesfalls dazu führen, dass ihr unangenehme Gefühle unterdrückt. Dankbar zu sein bedeutet nicht, Wut, Traurigkeit, Überforderung oder Ärger beiseitezuschieben. Diese Emotionen sind wichtig, weil sie Gefühle und Bedürfnisse sichtbar machen. Dankbarkeit ist nur dann gesund, wenn sie neben euren anderen Gefühlen existiert, anstatt an ihrer Stelle.
Zu versuchen, alles ausschließlich positiv zu bewerten, kann zu unnötigem Druck bis hin zur Selbstaufgabe oder People Pleasing führen und in toxische Positivität münden. Ein authentischer Umgang damit ist deutlich gesünder. Wenn euch interessiert, wie ihr negative Gefühle annehmen könnt, ohne darin stecken zu bleiben und euch vor Menschen behauptet, die negativen Gefühlen keinen Raum geben, findet ihr Tipps in unserem Artikel über toxische Positivität.
Kein Ersatz für eine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung
Genauso wenig ist Dankbarkeit ein Ersatz für medizinische oder psychotherapeutische Hilfe. Sie kann Stress reduzieren, Schlaf verbessern und die Resilienz stärken, doch wenn körperliche Beschwerden auftreten oder die seelische Belastung groß ist, braucht es professionelle Unterstützung.
Dankbarkeit im Alltag: einfache Wege, die sofort wirken!
Ihr müsst eure Routine nicht komplett umkrempeln – oft reichen wenige Minuten täglich:
- 1
Dankbarkeitstagebuch
Notiert abends zwei bis drei Dinge, für die ihr am Ende des Tages dankbar seid. Kleine Momente zählen genauso wie große. - 2
Ein bewusstes Dankschön pro Tag
Ob im Gespräch, per Nachricht oder mit einer kleinen Geste – gelebte Wertschätzung stärkt Bindung und Selbstwirksamkeit. - 3
Perspektivenwechsel in stressigen Momenten
Fragt euch in einer stressigen Situation: Was hilft mir gerade? Welche Stärke habe ich heute gezeigt? Das stärkt Resilienz, ohne schwierige Gefühle zu übergehen. - 4
Dankbarkeit als Ritual
Ob beim gemütlichen Kaffee mit besten Freund*innen, bei einem wertschätzenden Gespräch mit Arbeitskolleg*innen oder beim Kuscheln mit euren Liebsten auf der Couch – das bewusste Wahrnehmen von Momenten, die gerade passieren, könnt ihr täglich zu einem Glücks-Ritual machen. Eine wertvolle Möglichkeit, Achtsamkeit zu leben und so den Moment wertzuschätzen.Glückshormone und wie sie im Körper wirken
Noch mal zusammengefasst ist Dankbarkeit also eine einfache, wissenschaftlich gut untersuchte Methode, um euer psychisches und körperliches Wohlbefinden zu stärken. Sie beruhigt das Nervensystem, fördert besseren Schlaf, stärkt die Resilienz und verbessert Beziehungen.
Gerade zu Jahresbeginn, wenn viele von euch Orientierung und innere Balance suchen, kann sie ein sanfter, realistischer und kraftvoller Begleiter sein. Nicht als Zwang, sondern als Möglichkeit, mehr Ruhe und Verbundenheit in den Alltag zu bringen.

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