Ab welchem Alter kann man mit einem Baby fliegen?
Die meisten Airlines erlauben das Fliegen mit Baby ab etwa acht bis fünfzehn Lebenstagen. Medizinisch bedeutet das jedoch nicht automatisch, dass eine so frühe Reise empfehlenswert ist. Sprecht vor der Buchung mit eurer Kinderärztin oder eurem Kinderarzt, insbesondere wenn euer Baby zu früh geboren wurde, Vorerkrankungen bestehen oder ein akuter (Erkältungs-)Infekt. Das Fliegen selbst ist für gesunde Säuglinge in der Regel gut verträglich.
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Reisedokumente und Einreisebestimmungen für Babys
Auch Babys benötigen eigene Reisedokumente. Je nach Ziel kann ein Reisepass oder Personalausweis erforderlich sein. Das Auswärtige Amt* informiert über Einreisebestimmungen, notwendige Dokumente und liefert besondere Hinweise für Reisen mit Minderjährigen.
Wichtig: Wenn nur ein Elternteil reist, kann eine schriftliche Einverständniserklärung sinnvoll oder sogar erforderlich sein.
Hier erfahrt ihr mehr zum BIG-Auslandskrankenschutz und was unbedingt in eure Reiseapotheke gehört!
Quelle
- Auswärtiges Amt:Einverständniserklärung für Minderjährige
Druckausgleich im Flugzeug bei Babys - nicht fliegen bei verstopfter Nase
Der Kabinendruck verändert sich besonders beim Start und bei der Landung. Babys können diesen Druck nicht aktiv ausgleichen. Selbst Erwachsene haben damit oft gerade beim Landen Probleme und mit Schmerzen und Knacken in den Ohren zu kämpfen. Ihr könnt euer Baby unterstützen, indem ihr es in diesen Phasen trinken oder am Schnuller saugen lasst. Durch das Schlucken öffnet sich die Ohrtrompete und der Druck wird zumindest teilweise reguliert.
Bei Erkältungen oder verstopfter Nase kann der Druckausgleich erheblich gestört sein. Im schlimmsten Fall kann es durch den starken Druckunterschied bei Start und Landung zu starken Schmerzen oder sogar zu einem Trommelfellriss kommen. Ein solcher Riss ist selten, aber möglich, wenn das Mittelohr nicht ausreichend belüftet wird.
Deshalb gilt: Bei akuten (Erkältungs-)Infekten oder einer Mittelohrentzündung solltet ihr eine Flugreise mit Baby verschieben. Bei leichten Infekten müsst ihr kinderärztlich abklären, ob ihr eurem Baby abschwellende Nasentropfen verabreichen könnt.
Welchen Sitzplatz mit Baby im Flugzeug?
Die Wahl des richtigen Sitzplatzes kann eure Reise deutlich stressfreier machen, aber wo genau sitzt ihr warum am besten?
- Vordere Sitzreihen oder Bulkhead-Plätze Viele Airlines bieten in der ersten Reihe einer Kabinenklasse sogenannte Bulkhead-Plätze an. Dort können Babybettchen befestigt werden. Diese Plätze bieten meist auch mehr Beinfreiheit und sind besonders für Langstrecken gut geeignet.
- Plätze in Toiletten- und Wickeltischnähe Wickeltische befinden sich meist in den größeren Bordtoiletten, häufig im hinteren oder mittleren Bereich des Flugzeugs. Informiert euch vor der Sitzplatzbuchung bei der Airline, wo genau. Kurze Wege erleichtern euch das Wickeln natürlich deutlich.
- Ruhigere Bereiche im Flugzeug Im vorderen Bereich ist es oft etwas leiser, da ihr weiter von den Triebwerken entfernt seid. Allerdings kann es dort wiederrum durch Boarding und Servicebetrieb unruhiger sein. Ist euer Baby sehr reizempfindlich, könnt ihr ihm auch einen Kopfhörer aufsetzen.
- Weniger Ohrendruck durch speziellen Sitzplatz? Ohrendruckgeplagte fragen sich häufiger, ob man diesen durch den Sitzplatz im Flugzeug mindern kann. Der Druck im Flugzeug ist allerdings in der gesamten Kabine gleich. Für den Ohrendruck spielt es daher keine Rolle, ob ihr vorne, mittig oder hinten sitzt.
Babyschale oder Babybett im Flugzeug: Was ist erlaubt?
Neben Bordbettchen stellen sich viele Eltern die Frage, ob sie ihre eigene Babyschale mitnehmen dürfen.
Grundsätzlich gilt:
Babys unter zwei Jahren dürfen häufig auf dem Schoß mit einem speziellen Zusatzgurt reisen. Alternativ kann ein eigener Sitzplatz gebucht werden. In diesem Fall darf oft eine zugelassene Babyschale oder ein zertifizierter Kindersitz verwendet werden.
Wichtig ist, dass die Babyschale für den Flugverkehr zugelassen ist und den Airline-Vorgaben entspricht. Informiert euch also frühzeitig bei der Fluggesellschaft über Maße und Zertifizierungen.
Ein eigener Sitzplatz mit Babyschale bietet speziell bei längeren Flügen mehr Sicherheit und Komfort. Zudem kann euer Baby darin vertraut schlafen, was Unruhe reduziert und ihr habt dadurch natürlich auch mehr Bewegungsfreiheit.
Handgepäck und Sicherheitskontrolle mit Baby
Babynahrung und Flüssigkeiten für Säuglinge sind von der üblichen 100-Milliliter-Regel ausgenommen, sofern sie während der Reise benötigt werden. Plant dennoch ausreichend Zeit für die Sicherheitskontrolle ein, da zusätzliche Prüfungen möglich sind.
Denkt außerdem an ausreichend Wechselkleidung, Windeln, Spucktücher und eine leichte Decke sowie natürlich Schnuller und/oder Kuscheltier für euer Baby (und Ersatzkleidung für euch).
Pre Boarding ohne Baby
Pre Boarding ermöglicht Familien mit kleinen Kindern vor den anderen Passagieren einzusteigen. Das verschafft euch Zeit, Gepäck zu verstauen und euch in Ruhe einzurichten.
Manche Babys und Eltern empfinden die zusätzliche Wartezeit im Flugzeug jedoch als stressig. Eine bewährte Strategie ist, dass ein Elternteil zuerst einsteigt und alles vorbereitet, während der andere mit dem Baby möglichst lange im Terminal bleibt. So reduziert ihr unnötige Unruhe.
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