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Diese Sportarten verlängern laut Studie das Leben
Eine der bekanntesten Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen Sport und Lebenserwartung ist die Copenhagen City Heart Study*. Für die Langzeitstudie wurden mehr als 8.500 Erwachsene über rund 25 Jahre begleitet. Ziel war es herauszufinden, wie verschiedene Freizeit-Sportarten mit Lebenserwartung und Sterberisiko zusammenhängen. Dafür verglichen die Forschenden Menschen, die regelmäßig bestimmten Sportarten nachgingen, mit Personen ohne sportliche Aktivität.
Das Ergebnis: Die Unterschiede zwischen den Sportarten sind deutlich. Einige Aktivitäten stehen mit wesentlich größeren gesundheitlichen Vorteilen in Verbindung als andere. Besonders Rückschlagsportarten wie Tennis oder Badminton waren mit einer deutlich höheren Lebenserwartung verbunden als viele klassische Ausdauersportarten.
Warum vor allem Tennis das Leben verlängert
Die Studie zeigte, dass Menschen, die regelmäßig Tennis spielen, im Durchschnitt am längsten leben. Verglichen mit Personen ohne sportliche Aktivität war die Lebenserwartung von Tennisspieler*innen um durchschnittlich 9,7 Jahre höher.
Dass Tennis unser Leben um etwa zehn Jahre verlängern kann, hat folgende Gründe:
Tennis fordert den Körper ganzheitlich
Tennis ist ein Allround-Training für euren Körper. Beim Spiel werden Herz und Lunge angesprochen, die Bein- und Rumpfmuskulatur wird gefordert und durch schnelle Richtungswechsel sowie Sprünge verbessert sich eure Koordination. Diese Kombination aus Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit bedeutet, dass viele körperliche Systeme gleichzeitig profitieren.
Intervallartiges Training bringt zusätzliche Effekte
Tennis ist eine Sportart mit vielen kurzen intensiven Bewegungsphasen, gefolgt von Ruhezeiten zwischen den Ballwechseln. Dieses Prinzip ähnelt dem modernen Intervalltraining, das als besonders effizient für Herzgesundheit und Fettverbrennung gilt. Dadurch profitiert euer Herz-Kreislauf-System noch stärker als bei manchen anderen Ausdauersportarten wie Nordic Walking oder Joggen.
Tennis stärkt mentale und soziale Gesundheit
Ein weiterer Vorteil beim Tennis ist die soziale Komponente des Spiels. Ihr spielt häufig zu zweit oder im Doppel, teilt Erfolge und Emotionen. Diese sozialen Interaktionen wirken sich positiv auf eure mentale Gesundheit aus, reduzieren Stress, fördern ein starkes Gemeinschaftsgefühl und verhindern Einsamkeit – wichtige Faktoren für ein langes Leben.
So startet ihr mit Tennis
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Realistischer Trainingsplan
Ihr müsst nicht sofort Profisportler*in werden. Bereits eine bis zwei Stunden Tennis pro Woche können laut Studien messbare positive Effekte auf eure Gesundheit haben. Plant feste Termine ein, um die Aktivität zur Gewohnheit zu machen. - 2
Erster Tennisunterricht
Wer neu einsteigt, muss nicht sofort mit erfahrenen Spielerinnen oder Spielern auf den Platz. Viele Tennisvereine und Tennisschulen bieten spezielle Einsteigerkurse an. Dort erklären Trainerinnen und Trainer zunächst die Grundtechniken wie Vorhand, Rückhand oder Aufschlag.
Gerade in den ersten Stunden spielt ihr oft direkt mit der Trainerin oder dem Trainer. So lassen sich Bewegungsabläufe leichter korrigieren und ihr bekommt sofort Feedback. Trainer*innenstunden könnt ihr meist über die Website eines Tennisvereins, einer Tennisschule oder über Buchungsplattformen für Sportkurse reservieren.
Viele Vereine bieten außerdem Schnupperstunden oder Probetrainings an. Das ist eine gute Möglichkeit, Tennis unverbindlich auszuprobieren und gleichzeitig vielleicht sogar schon passende Trainingspartnerinnen oder Trainingspartner kennenzulernen. - 3
Richtig aufwärmen
Sobald ihr regelmäßig spielt, gehört ein kurzes Aufwärmen vor jeder Einheit natürlich auch ohne Trainer*innenanleitung dazu. Leichte Laufübungen, Mobilisationsübungen und ein paar lockere Ballwechsel bereiten Muskeln und Gelenke auf das Spiel vor und helfen, Verletzungen zu vermeiden. - 4
Gemeinsam spielen macht mehr Spaß
Tennis lebt vom gemeinsamen Spiel. Im Doppel oder mit wechselnden Partner*innen trainiert ihr nicht nur eure sportlichen Fähigkeiten, sondern profitiert auch von sozialen Kontakten. Diese sind wichtig für Motivation und mentale Gesundheit. - 5
Tennis ist auch was für Ältere
Tennis ist auch für ältere Erwachsene gut geeignet, da sie von den bereits beschriebenen Vorteilen sehr gut profitieren können. Die Intensität lässt sich leicht an das individuelle Fitnessniveau anpassen, sodass Training und Spiel sicher und wirksam bleiben.

Sportmedizinische Untersuchung
Wer nach einer Pause wieder durchstarten oder neu mit Sport beginnen möchte, sollte zuerst eine sportmedizinische Untersuchung machen. Sie zeigt, was Herz-Kreislauf und Bewegungsapparat guttut. Die BIG bezuschusst die Untersuchung alle zwei Jahre mit bis zu 300 Euro.
Wie andere Sportarten euer Leben verlängern
Auch abseits von Tennis könnt ihr eure Gesundheit und Lebenserwartung verbessern.
Diese Sportarten lohnen sich laut der Studie ebenfalls:
• Badminton etwa + 6,2 Jahre: Badminton wirkt dem Tennis ähnlich und aktiviert durch schnelle Ballwechsel eure Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination auf effektive Weise.
• Fußball etwa + 4,7 Jahre: Wenn ihr regelmäßig Fußball spielt, profitiert ihr nicht nur körperlich vom Laufen und Richtungswechseln, sondern auch sozial durch das Mannschaftserlebnis.
• Radfahren etwa + 3,7 Jahre: Radfahren ist gelenkschonend und stärkt Herz, Lunge und Immunsystem. Es lässt sich gut in den Alltag integrieren, zum Beispiel als Pendelstrecke zur Arbeit oder in der Freizeit.
• Schwimmen etwa + 3,4 Jahre: Im Wasser trainiert ihr nahezu alle Muskeln und gleichzeitig fördert ihr die Durchblutung und die Leistungsfähigkeit eures Körpers.
• Joggen etwa + 3,2 Jahre: Auch Laufen verlängert das Leben messbar. Bereits moderate Jogging-Einheiten pro Woche können eure Ausdauer deutlich verbessern.
• Gymnastik etwa + 3,1 Jahre: Beweglich bleiben, Muskeln erhalten und koordinativer Aufbau zählen zu den großen Vorteilen von Gymnastik und ähnlichen Workouts.
Freude vor längerer Lebenserwartung
Trotz aller Vorteile, die speziell Tennis so mit sich bringt: Viele Sportarten tragen dazu bei, eure Gesundheit zu verbessern und länger zu leben. Entscheidend ist, dass ihr Bewegung regelmäßig in euren Alltag integriert und eine Sportart wählt, die euch Freude bereitet und eurem Körper guttut. Sport sollte kein lästiges Muss sein, sondern ein fester und angenehmer Teil eures Lebens werden. Gemeinschaftsangebote, Vereine, feste Trainingszeiten und unser Bonusprogramm BIGtionär erhöhen die Motivation und helfen, langfristig aktiv zu bleiben. Ihr gehört zu den Sportmuffeln? Dann probiert es doch mal mit Tanzen!
Sport und Präventionskurse
Quelle
Die BIG-Gesundheitsredaktion verbindet journalistisches Know-how mit medizinischem und kommunikativen Fachwissen.