Arznei- und Verbandmittel | BIG direkt gesund

Arznei- und Verbandmittel, Blutzuckerteststreifen

    Immer bestens versorgt: Die BIG übernimmt die vollen Kosten der verordnungspflichtigen Arznei- und Verbandmittel sowie für Blutzuckerteststreifen. Für Arznei- und Verbandmittel fällt der gesetzliche Eigenanteil an.

    Kostenübernahme bis zum Festbetrag

    Der tatsächliche Abgabepreis eines Medikamentes bildet die Grundlage – sofern er innerhalb der gesetzlichen Festbetragshöhe liegt. Ist der Abgabepreis höher als der Festbetrag, fallen zusätzliche Kosten für Sie an. In diesem Fall wird Ihr Arzt oder Ihr Apotheker Sie aber frühzeitig darauf hinweisen und beraten. Die sogenannten verordnungsfreien Medikamente sind von der Kostenübernahme ausgeschlossen.

    Kinder sind von Zuzahlungen befreit

    Versicherte unter 18 Jahren zahlen grundsätzlich nichts dazu. Eine Ausnahme sind Arzneimittel, die einen Festbetrag haben. Hier müssen auch Kinder die Differenz zwischen Festbetrag und Abgabepreis zahlen. Für Kinder unter zwölf Jahren und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen (bis 18 Jahre) zahlt die BIG auch verordnungsfreie Medikamente, die auf Kassenrezept verordnet werden. Für Arzneimittel mit einem sehr geringen Abgabepreis oder zweifelhaftem therapeutischem Nutzen werden die Kosten nicht übernommen

    Diabetikerbedarf über Vertragspartner

    Blutzuckerteststreifen erhalten Sie in jeder öffentlichen Apotheke. Benötigen Sie darüber hinaus auch Hilfsmittel wie Nadeln, Pens, Lanzetten etc., dann finden Sie hier unsere Vertragspartner, die zur Abgabe von Hilfsmitteln berechtigt sind und bei denen Sie alle Produkte aus einer Hand erhalten.

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    Rabattverträge

    Um steigende Arzneimittelausgaben abzufedern, sichert die BIG mit Rabattverträgen eine hochwertige und günstige Versorgung. Die BIG hat verschiedene Arten von Rabattverträgen geschlossen. Es gibt Verträge für Generika, Originalarzneimittel und Insuline. Grundsätzlich gibt es bei allen Arzneimitteln Zuzahlungen. Das gilt auch, wenn es für das Arzneimittel einen Rabattvertrag gibt. Einige sehr günstige Arzneimittel wurden jedoch vom Gesetzgeber zuzahlungsbefreit.

    Verträge für Generika

    Generika sind im Grunde Kopien eines Original-Arzneimittels, dessen Patentschutz abgelaufen ist. Generika-Hersteller müssen belegen, dass ihre Arzneimittel mit den Original-Arzneimitteln übereinstimmen. Identisch sind sie in den Punkten Wirkstoff, Wirkstärke, Darreichungsform und Anwendungsbereich. Unterscheiden können sich Verpackung, Farbe, Form und Hilfsstoffe (z. B. Milchzucker, Stärke). Generika sind häufig deutlich günstiger als die Original-Arzneimittel, unterliegen aber wie diese den strengen Qualitätskontrollen des Arzneimittelgesetzes.

    Ein Wirkstoff - mehrere Anbieter

    Die BIG hat Rabattverträge für einzelne Wirkstoffe abgeschlossen. Für Sie bedeutet das, dass Sie in der Apotheke möglicherweise ein anderes wirkstoffgleiches Arzneimittel erhalten als bisher. Wie bislang bekommen Sie auch weiterhin das verschriebene Arzneimittel, falls Ihr Arzt den Austausch ausgeschlossen hat.

    Alle Rabattarzneimittel der BIG

    In der rechten Seitenspalte finden Sie eine Liste aller Rabattarzneimittel der BIG. Sie können dort nach der Pharmazentralnummer oder dem Namen suchen.

    Vorteil Wirkstoffverträge

    Durch die ausgeschriebenen Wirkstoffverträge können alle Beteiligten über eine feste Laufzeit mit den Rabattverträgen rechnen. In der Downloadliste in der rechten Seitenspalte können Sie alle ausgeschriebenen Wirkstoffe mit den Gewinnern einsehen. Wichtig ist, die Wirkstärke und die Packungsgröße zu beachten.

    Verträge für Originalarzneimittel

    Dies sind Verträge für Arzneimittel, deren Patentschutz noch nicht abgelaufen ist. Vorteil: Durch die Rabattverträge mit Originalherstellern erhalten Sie in der Apotheke häufiger das deutsche Originalprodukt anstelle eines so genannten Reimportes (aus dem europäischen Ausland mit deutscher Packungsbeilage).

    Insulinverträge

    Für die Behandlung des Diabetes mellitus Typ II dürfen Analog-Insuline nur noch verordnet werden, wenn die Kosten für die Analog-Insuline nicht höher sind als die Kosten für Humaninsuline. Vorteil: Nur mit diesen Rabattverträgen dürfen die Ärzte Ihnen diese Medikamente verordnen! In dieser Liste können Sie alle Rabattarzneimittel der BIG nachsehen. Sie können dort nach der Pharmazentralnummer oder dem Namen suchen.

    Cannabis als Arzneimittel

    Patienten, die schwerstkrank sind, können seit März 2017 Cannabis als Fertigarzneimittel mit Cannabis ähnlichen Wirkstoffen, Extrakte oder getrocknete Cannabisblüten im Einzelfall auf Rezept erhalten.

    Wann ist Cannabis als Medikament möglich

    Der behandelnde Arzt prüft, ob Cannabis als Medikament eine Therapie-Möglichkeit ist.
    Dabei ist wichtig, ob alle sonstigen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind und Cannabis eine geeignete Alternative sein kann, um eine Besserung zu erreichen. Daraufhin entscheidet der Arzt, ob ein ausführlich begründeter Antrag für eine Verordnung von Cannabis gestellt wird. 

    In dem Antrag sind unter anderem die Fragen zu klären: Welche Arzneimittel wurden bisher angewendet? Sind noch Therapiealternativen vorhanden und wenn ja, weshalb können diese gegebenenfalls nicht zur Anwendung kommen? Ihr Arzt kann Sie hier beraten.

    Wichtig für Sie

    • Ob die Voraussetzungen für eine Cannabis-Therapie im Einzelfall erfüllt sind, prüft die BIG nach Antrag des Patienten gemeinsam mit dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung.
    • Erst nach der Genehmigung darf der Arzt das Medikament verordnen. Der Arzt muss sich dabei an die Betäubungsmittelvorschriften halten.
    • Alle Cannabis-Präparate gibt es ausschließlich in der Apotheke.
    • Der Eigenanbau – selbst zu medizinischen Zwecken – und seine Verwendung zu Rauschzwecken sind, wie gehabt, verboten.

    Fragen zum Thema

    Wie funktioniert die Kostenerstattung bei Arzneimitteln im Einzelfall?

    Sie können gegen Kostenerstattung in der Apotheke ein anderes, wirkstoffgleiches Arzneimittel (Wahlarzneimittel) erhalten, wenn das gewählte Arzneimittel mit dem verordneten in Wirkstärke und Packungsgröße identisch ist, für ein gleiches Anwendungsgebiet zugelassen ist und die gleiche oder eine austauschbare Darreichungsform hat.

    Grundvoraussetzung ist, dass es sich bei dem Wahlarzneimittel um ein Arzneimittel handelt, das der grundsätzlichen Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung unterliegt.

    Welche Konditionen gelten bei der Kostenerstattung?

    Bei der Erstattung der Kosten des Wahlarzneimittels werden vom Apothekenabgabepreis die vertraglichen Rabatte sowie die Mehrkosten gegenüber einem preisgünstigeren Arzneimittel pauschal mit insgesamt 20 Prozent abgezogen.

    Zusätzlich werden die gesetzlich vorgesehenen Zuzahlungen, sofern keine Zuzahlungsbefreiung vorliegt, und Verwaltungskosten in Höhe von 5 Prozent (maximal 50 Euro) abgezogen.

    Sofern für das Wahlarzneimittel ein Festbetrag festgesetzt wurde und der Apothekenabgabepreis über diesem Festbetrag liegt, ist der in Satz 1 genannte Apothekenabgabepreis durch den Festbetrag zu ersetzen. Kosten, die über den Festbetrag hinaus gehen, erstatten wir nicht.

    Welche Unterlagen sind für eine Kostenerstattung des Wahlarzneimittels erforderlich?

    Für die Kostenerstattung von Arzneimitteln im Einzelfall legen Sie die Kopie der kassenärztlichen Verordnung des Arzneimittels (Rezept) vor. Auf der Rezeptkopie oder einer ergänzenden Quittung müssen eindeutig das Wahlarzneimittel und der Apothekenabgabepreis durch die Apotheke ausgewiesen und mit einem Originalstempel und Handzeichen der Apotheke versehen sein.

    Was sind Arzneimittel-Rabattverträge?

    Krankenkassen können mit Arzneimittel-Herstellern Rabattverträge abschließen, um so den Wettbewerb im Arzneimittelmarkt zu verstärken.

    Verordnet Ihr Arzt Ihnen ein Medikament, sind die Apotheken seit 2007 verpflichtet, rabattierte Arzneimittel abzugeben. Das heißt, Arzneimittel von Herstellern, mit denen die Krankenkasse einen Rabattvertrag geschlossen hat. Kreuzt Ihr Arzt auf dem Rezept das Feld "Aut Idem" an, erhalten Sie genau das Medikament von dem Hersteller, der auf dem Rezept angegeben ist.

    Welche Auswirkungen haben Rabattverträge für Versicherte?

    Ihre Apotheke muss Ihnen bevorzugt rabattierte Arzneimittel geben. Sie erhalten in jedem Fall den vom Arzt verschriebenen Wirkstoff, es wird lediglich der Hersteller ausgetauscht. Soweit Ihr Arzt auf dem Rezept ein bestimmtes Medikament mit einem Kreuz auf dem „Aut-Idem“-Feld verordnet, erhalten Sie dieses Medikament auch weiterhin. Die Apotheke hat in der Regel immer die Auswahl zwischen drei bis vier rabattierten Präparaten. Sollte Ihre Apotheke ausnahmsweise kein rabattiertes Präparat vorrätig haben, wird sie das benötigte Mittel schnell besorgen oder Ihnen ein anderes Präparat geben.

    Was sind Generika?

    Generika sind im Grunde Kopien eines Original-Arzneimittels, dessen Patentschutz abgelaufen ist. Generika-Hersteller müssen belegen, dass ihre Arzneimittel mit den Original-Arzneimitteln übereinstimmen. Identisch sind sie in den Punkten Wirkstoff, Wirkstärke, Darreichungsform und Anwendungsbereich. Unterscheiden können sich Verpackung, Farbe, Form und Hilfsstoffe (z. B. Milchzucker, Stärke). Generika werden häufig zu erheblich günstigeren Preisen auf den Markt gebracht als die Original-Arzneimittel, unterliegen aber wie diese den strengen Qualitätskontrollen des Arzneimittelgesetzes.

    Welche Arten von Rabattverträgen gibt es?

    • Wirkstoffverträge, die nur für bestimmte, generikafähige Wirkstoffe bzw. Arzneimittel eines Herstellers gelten. Diese Verträge müssen europaweit ausgeschrieben werden. Die Laufzeit beträgt in der Regel 2 Jahre. Durch die ausgeschriebenen Wirkstoffverträge können alle Beteiligten über eine feste Laufzeit mit den Rabattverträgen rechnen: Die Apotheke muss nicht jeden Monat neu nach aktuellen Preisen oder Rabattverträgen schauen, sondern kann ein Arzneimittel eines Herstellers über die gesamte Vertragslaufzeit abgeben und bevorraten.
    • Originalverträge, die nur für ganz bestimmte Arzneimittel gelten, deren Patentschutz noch nicht abgelaufen ist. Durch die Rabattverträge mit Originalherstellern erhalten die Versicherten in der Apotheke häufiger wieder das Originalprodukt anstelle eines so genannten Reimportes (aus dem europäischen Ausland mit deutscher Packungsbeilage). Die BIG hat hier zur Zeit mehr als 20 Verträge.
    • Insulinverträge für kurzwirksame und langwirksame Analog-Insuline. Für die Behandlung des Diabetes mellitus Typ II dürfen Analog-Insuline nur noch verordnet werden, wenn die Kosten für die Analog-Insuline nicht höher sind als die Kosten für Humaninsuline. Die BIG hat Verträge mit Lilly, Novo Nordisk und Sanofi-Aventis geschlossen, die die höheren Kosten der Analog-Insuline ausgleichen, sodass die Präparate weiterhin verordnungsfähig sind.

    Was bedeutet „Aut Idem“?

    Aut Idem (lat.) bedeutet „oder das Gleiche“. Die Apotheke kann das verordnete Medikament durch ein wirkstoffgleiches Arzneimittel austauschen, wenn

    • der Arzt auf dem Rezept das „aut-idem Feld“ nicht durchstreicht und dadurch den Austausch ausschließt und
    • das wirkstoffgleiche Arzneimittel dem verordneten in Wirkstärke, Darreichungsform, Packungsgröße und Anwendungsbereich entspricht.

    Der Apotheker muss vorrangig ein Arzneimittel auswählen, für das die Krankenkasse einen Rabattvertrag hat. Hat die Krankenkasse keinen Rabattvertrag, muss er eines der drei preisgünstigsten Alternativen wählen.

    Ich vertrage das Rabattarzneimittel nicht, was kann ich tun?

    Medikamente, die austauschbar sind, können sich trotzdem noch in Bezug auf die Hilfsstoffe unterscheiden. Manche Menschen vertragen einige Hilfsstoffe (z. B. Milchzucker) nicht. Der Arzt hat in diesen Fällen die Möglichkeit, den Austausch in der Apotheke durch ein Aut-Idem-Kreuz auszuschließen. Zudem stehen bis zu 4 verschiedene Medikamente für einen Wirkstoff zur Auswahl. 

    Ich möchte gerne mein bekanntes Arzneimittel bekommen. Gibt es die Möglichkeit?

    Sie können statt eines rabattierten Arzneimittels ein wirkstoffgleiches Wunsch-Arzneimittel in der Apotheke kaufen. Doch das kann teuer werden. Wer anstelle eines rabattierten Arzneimittels lieber ein anderes haben möchte, muss dies zunächst selbst zahlen und kann die Rechnung zur Erstattung bei der BIG einreichen. Dabei besteht das Risiko, einen Teil der Kosten selbst tragen zu müssen. Der Grund: Wir dürfen nur den Preis des rabattierten Arzneimittels erstatten. Die Differenz zum Wunsch-Arzneimittel zahlen Sie selbst.

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