Wie wird eine Angststörung behandelt?

Letzte Aktualisierung: 21. September 2026Lesezeit: 3 Minuten
Die Diagnose einer Angststörung kann zunächst viele Fragen aufwerfen: Was bedeutet das für dein Leben? Verschwindet die Angst wieder? Musst du Medikamente nehmen? Brauchst du eine Psychotherapie? Die gute Nachricht: Angststörungen lassen sich heute gut behandeln. Wir zeigen dir, wie die Abklärung abläuft und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
Junger, lächelnder Patient im Gespräch mit seinem Arzt

Wie läuft die Diagnose ab?

Erste Ansprechperson ist häufig deine Hausärztin oder dein Hausarzt. Da viele Symptome einer Angststörung auch körperlich spürbar sind, wird zunächst oft geprüft, ob eine körperliche Ursache vorliegt – etwa über eine körperliche Untersuchung, ein EKG oder Blutuntersuchungen. Ist eine körperliche Ursache ausgeschlossen, erfolgt die eigentliche Diagnose meist durch eine Psychotherapeutin, einen Psychotherapeuten oder eine Fachärztin bzw. einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie – anhand ausführlicher Gespräche und standardisierter Fragebögen.

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Arten von Angststörungen

Angststörungen sind keine einheitliche Erkrankung – sie zeigen sich unterschiedlich, je nachdem, worauf sich deine Angst richtet. Wir stellen dir die wichtigsten Formen vor.

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Welche Behandlung passt zu dir?

Welche Therapie infrage kommt, hängt unter anderem von der Art deiner Angststörung, der Stärke der Beschwerden und deiner persönlichen Lebenssituation ab. Meist kommen mehrere Bausteine kombiniert zum Einsatz.

Psychotherapie, insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie, gilt als besonders wirksam und ist meist die erste Wahl. Dabei geht es nicht darum, deine Angst einfach verschwinden zu lassen. Vielmehr lernst du, deine Angst besser zu verstehen und mit ihr umzugehen – etwa welche Gedanken sie verstärken oder welche Situationen du vermeidest.

Ein zentraler Baustein ist die Expositionstherapie: Du setzt dich – begleitet und in einem kontrollierten, sicheren Rahmen – gezielt den angstauslösenden Situationen aus, statt sie weiterhin zu vermeiden. Dadurch macht dein Gehirn die korrigierende Erfahrung, dass die befürchtete Gefahr ausbleibt, und die Angst nimmt mit der Zeit spürbar ab.

In manchen Fällen können Medikamente – etwa bestimmte Antidepressiva – unterstützend eingesetzt werden, insbesondere bei stark ausgeprägten Beschwerden. Sie werden in Absprache mit einer Ärztin oder einem Arzt verordnet, entfalten ihre Wirkung meist erst nach einigen Wochen und ersetzen in der Regel nicht die Psychotherapie, sondern ergänzen sie.

Ergänzend können dir Selbsthilfestrategien helfen: Entspannungstechniken wie Atemübungen oder progressive Muskelentspannung, regelmäßige Bewegung, feste Alltagsstrukturen, der Austausch in Selbsthilfegruppen sowie das schrittweise Stellen der eigenen Angst statt dauerhafter Vermeidung.

Realistische Ziele setzen

Viele Menschen haben nach der Diagnose Angst davor, dauerhaft mit ihrer Erkrankung leben zu müssen. Eine Angststörung lässt sich jedoch behandeln – auch wenn das manchmal Zeit braucht. Es geht dabei nicht unbedingt darum, nie wieder Angst zu haben: Angst gehört zum Leben und erfüllt grundsätzlich eine wichtige Funktion. Das Ziel kann vielmehr sein, dass die Angst nicht länger deinen Alltag bestimmt.

Rückfälle gehören dazu

Auch nach einer erfolgreichen Behandlung können Ängste in belastenden Lebensphasen erneut aufflammen – das ist relativ häufig und kein Zeichen von Versagen. Der Verlauf ist selten geradlinig; Rückschritte gehören für viele Betroffene zum normalen Genesungsprozess dazu. Es hilft, erlernte Strategien wie Atemtechniken auch dann weiter zu nutzen, wenn es dir bereits deutlich besser geht, und frühe Warnzeichen ernst zu nehmen, statt abzuwarten.

Was du konkret tun kannst

  1. 1

    Achte auf dich und nimm Beschwerden ernst!

    Tritt Angst regelmäßig auf oder schränkt sie deinen Alltag ein, hol dir Unterstützung.
  2. 2

    Lass Symptome ärztlich oder psychotherapeutisch abklären

    So lassen sich deine Beschwerden einordnen. Der Patientenservice hilft dir dabei, einen Arzt oder einen Psychotherapeuten zu finden - telefonisch (116117) oder online.
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    Soforthilfe: mentalis CareNow

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  4. 4

    Bei akuten Krisen schnell handeln

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Verfasst von
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