„Spielt’s Fußball!“ – Darum lohnt sich das Kicken

    Fußball: auf Spielfeld

    Einer der wohl denkwürdigsten Sätze, die Franz Beckenbauer seinen Schützlingen als Trainer mit auf den Weg gegeben hat, lautet so: „Geht’s raus und spielt’s Fußball!“. Ein wunderschönes Zitat, das deutlich macht, dass es im Fußball trotz aller taktischen Winkelzüge vor allem um eines gehen sollte: den Spaß am Spiel. Seine legendäre Anweisung gab der „Kaiser“ direkt vor dem WM-Finale 1990. Wie das endete, ist bekannt: Die deutschen Spieler taten wie ihnen geheißen, gingen raus, spielten Fußball und gingen als Weltmeister vom Platz.

    Derzeit kämpfen in Russland wieder einmal die besten Teams der Welt um den World Cup. Wer die Trophäe am Ende in den Moskauer Nachthimmel stemmen darf, wissen wir noch nicht. Sicher ist aber, dass die Beckenbauer’sche Sentenz bis heute nicht nur Profis wie Neuer, Ronaldo, Neymar & Co. beflügelt, sondern auch die Freizeitkicker unter uns.

    Laufschuhe aus, Stollenschuhe an: Ist Fußball besser als Joggen?

    Fußballspielen mag nicht gerade einem Wellness-Wochenende gleichen, hat aber durchaus einen hohen Gesundheitsnutzen. Trotz des Verletzungsrisikos sind viele Sportmediziner davon überzeugt, dass die positiven Effekte des Kickens überwiegen. Studien belegen, dass Fußballspielen sich unter anderem positiv auf den Muskelaufbau, die Fettverbrennung und das Herz-Kreislauf-System auswirkt. Es deutet sogar einiges darauf hin, dass Fußball den Körper fitter hält als das allseits beliebte Joggen!

    Fußball: Positive Auswirkungen in vielen Bereichen

    Die Muskeln profitieren, weil beim Fußball ein ständiger Wechsel zwischen Laufen, Stoppen, Springen und Sprinten stattfindet. Diese ganzheitliche Körperbewegung stellt ein hervorragendes Training für verschiedenste Muskelgruppen dar. Wissenschaftler haben außerdem festgestellt, dass regelmäßiges Fußballtraining sowohl den Blutdruck als auch die Herzfrequenz senkt. Ein weiterer Gesundheitsvorteil liegt im hohen Fettverbrennungspotenzial, das auf die kurzen, aber starken Belastungsintervalle und die daraus resultierenden Impulse für Herz und Kreislauf zurückführen ist. Besonders interessant: Solche Impulse liefern Sportarten wie Jogging zwar auch. Vergleichstests ergaben jedoch, dass die Freude bei Fußballspielern überwiegt: Die Probanden erklärten, sie seien ganz einfach zu konzentriert darauf, ihrer Mannschaft zu helfen, als Ermüdung und Muskelschmerzen zu spüren.

    Fußball gegen Osteoporose?

    Da Fußball ein Kontaktsport ist, lassen sich Verletzungen nicht immer ausschließen. Tatsache ist aber auch, dass Fußball für stabilere Knochen sorgen kann. Britische Forscher haben herausgefunden, dass Sportarten mit raschen Tempowechseln (wie Fußball, aber auch Tennis oder Basketball) sich positiv auf die Knochendichte auswirken. Das liegt daran, dass sich Knochen, Muskeln und Gelenke vor den mechanischen Belastungen schützen, die beim Fußballspielen auf sie einwirken – sie werden stärker. Fußball kann damit vorbeugend gegen Osteoporose wirken.

    Verletzungsrisiko senken: Aufwärmübungen nicht vergessen!

    Wer einfach rausgeht und Fußball spielt, macht also schon vieles richtig. Gemeinsam mit Freunden dem runden Leder nachzujagen, ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern stärkt auch den Teamgeist und bringt jede Menge Spaß. Damit das möglichst lange so bleibt, empfiehlt es sich, einige Regeln zu befolgen. Insbesondere die richtigen Aufwärm- und Abwärm-Übungen sollten in keinem Fußball-Trainingsplan fehlen. Ebenso wichtig sind ausreichende Regenerationsphasen. Wie ein geeignetes Warm-Up aussehen kann und wie man den Körper nach der Einheit wieder schonend in den Ruhezustand versetzt, verraten die folgenden beiden Videos.

    Und jetzt: Geht’s raus und spielt’s Fußball! Es muss ja nicht gleich ein Weltmeistertitel dabei herausspringen. Dabei gilt auch beim Fußball – Auf- und Abwärmen nicht vergessen. So geht’s:

    Aufwärmen

    Abwärmen

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